Bali – Palmblattbibliothek

von | 18. Mrz 2020 | Allgemein, Bali

Es wird mal wieder ein wenig.. oder auch deutlich mehr Wuwu..

Etwas mehr als eine Woche ist es jetzt her, dass ich eine Palmblattlesung auf Bali hatte. Dort kannst du unter anderem erfahren was deine Aufgabe in diesem Leben ist, was deine Stärken und Herausforderungen sind und vieles mehr oder auch weniger. Für mich waren es viele Erkenntnisse, Überraschungen und auch Zweifel sowie Enttäuschung – eine bunte Mischung also..

Doch was ist das überhaupt, eine Palmblattbibliothek? Was hat es damit auf sich und wie kannst du dir das vorstellen? Was nun folgt, ist ein Bericht meiner persönlichen Erfahrung und Eindrücke.

Es war ein Samstagmorgen, genau genommen der 7. März 2020, als meine Freundin Sylvia und ich von einem Fahrer am Hotel abgeholt worden sind. Entspannter netter Fahrer und ein modernes Auto (sogar die Sonnenblenden waren noch eingepackt – ist das Auto etwa gerade aus der Fabrik gekommen?), läuft – der erste Eindruck passt auf jeder Ebene!

Seit einiger Zeit gibt (aktuell gab – wegen zu hoher Nachfrage pausiert) es die Möglichkeit von Fernreadings (dabei wird einem eine Sprachaufnahme zugeschickt), auf welches ich bereits seit 5 Monaten gewartet habe. Nun war ich plötzlich selbst auf Bali und auf dem Weg zu einem Brahmanen, welcher die Lesung durchführen wird.

Was für eine Spannung.. alles etwas spontan und so unerwartet.. (die gesamte Reise nach Bali) seit einigen Tagen wussten wir erst, wann und dass sie überhaupt stattfinden wird. Denn den Termin für eine Lesung kann man nur anfragen – wann und ob diese überhaupt stattfindet, entzieht sich gewissermaßen der eigenen Macht und wird vom Brahmanen beantwortet.

Die Anreise

Unsere Fahrt dauerte etwa eine Stunde und führte uns zu einem recht kleinen Haus nördlich von Ubud. Herrje, war ich aufgeregt, voller Vorfreude, etwas angespannt und gleichzeitig irgendwie im Zweifel.. was mach ich hier überhaupt? Bekomme ich die Antworten, die ich mir erhoffe? Wofür bin ich hier auf diesem Planeten und was soll ich tun?

Die umwerfende Landschaft Bali’s hat gute Ablenkung geleistet.. was für eine prachtvolle Natur! Wie „anders“ hier alles ist und wie witzig die Straßen teilweise verlaufen – hoch und runter.. schmal, breit – ZACK enge Kurve, andere Richtung geht’s weiter… (so passend zu meinen Gefühlen).

Als ich zum ersten Mal von einer Palmblattbibliothek gelesen habe, entstand in meiner Vorstellung ein riesiger Palast. Durch diesen Palast führten ganz viele Wege, ähnlich einer Pyramide – mystisch und uralt. Ich stellte mir vor, dass alles sehr Zeremoniell ist und ich schlussendlich in einem von Sandsteinen umgebenen Raum, mit beängstigen Statuen gegenüber von einem pfeiferauchenden Schamanen sitzen werde. Dieser war in meiner Vorstellung blind und sprach in einer mir völlig unverständlichen Sprache. Ich stellte mir vor, dass überall alte Schriftrollen liegen und er meine besonnen studiert und mir deren Inhalte darzulegen versucht.

Die Realität hätte nicht deutlicher von meiner Vorstellung abweichen können! Mittlerweile weiß ich, dass es auf der Welt mehrere Palblattbibliotheken gibt (lese immer zwischen 7-12), verteilt in Indien, Myanmar und Bali. Der Ablauf ist je nach Ort etwas unterschiedlich und auch die Informationen sind je nach Standort anders. Es ist, als hätte jeder Standort seine Spezialisierung. Vielleicht sieht es in anderen Ländern ja wirklich aus, wie in meiner Vorstellung! Bali ist anders 😉

Ort der Lesung

Auf Bali wird die Palmblattlesung durch einen Brahmanen durchgeführt. Ein Brahmane ist so etwas wie ein Priester und gehört der höchsten Kaste an (in Bali gibt es ein Kastensystem, welches die „Rangliste“ der Bevölkerung darstellt). Die Lesung findet in einem vom Brahmanen festgelegten Ort statt, dies kann ein Wohnhaus oder eine andere ausgewählte Örtlichkeit für rituale Zwecke sein. Somit ist es kein einheitlicher Ort oder riesiger Tempel wie in meiner Vorstellung

In meinem Fall war es ein offen gestaltetes Haus im indonesischen Stil. Wunderschön verziert, viele Details mit Lavagestein ausgearbeitet, geschmückt von traditionellen Skulpturen und natürlich einem Haustempel (in Bali hat förmlich jedes Haus mindestens einen, größere Häuser meist mehrere). Direkt am Eingang vom Grundstück ist ein kleiner Brunnen, welcher in eine kleine Traumwelt einlädt.

Liebevoll empfangen, sitzen wir zunächst an einem Esstisch – auf dem zweiten Blick wirkt dieser Ort viel mehr wie ein gewöhnliches einheimisches Haus und doch so mystisch. Für mich ein erhabener Ort, welchen ich sehr gut in Erinnerung behalten werde. Da wir bereits 2 Wochen durch das Land gereist sind, haben wir schon viele verschiedene Architekturen gesehen und dabei gelernt, dass Lavagestein sehr hart ist und somit anspruchsvoll in der Verarbeitung. Der Gebäudekomplex der Lesung ist gespickt mit verzierten Lavagestein, was für mich eine zusätzliche Wertigkeit gegeben hat.

Als wir am erwähnten Esstisch saßen, erblickte ich links von mir, auf einer höheren Ebene, einen in weiß gekleideten Mann, welcher meinen Blick lächelnd mit traditioneller Begrüßung erwiderte (Hände auf Höhe des Herzens und in Form wie das 🙏 auf deinem Handy 😉). Ein freundlich, liebevoller und fröhlicher erster Eindruck – was hier nicht anders zu erwarten war, begegnen uns doch fast alle Einheimischen mit dieser Grundhaltung zum Leben.

Neugierig versuchte ich, die oberen Ebene mit unauffälligen Blicken zu erkunden, liegen dort Palmblätter? Was ist dort überhaupt zu sehen? Eine freie Ebene, etwa 5-10 qm groß, eine kleine Treppe führt nach oben. Ich kann nur viel Holz sehen, ein Tisch mit kleinen Bänken und ich nehme den Duft von Räucherstäbchen wahr. Warum wartet er da oben? Ich wollte nicht unhöflich wirken oder gar irgendwelche Rituale oder Gepflogenheiten missachten, also wandte ich mich wieder dem „vorbereitenden“ Smalltalk zu.

Die Vorbereitung – Spannung steigt, Wuwu auch!

Gibt es für jeden Menschen ein Palmblatt? Manche behaupten ja, andere behaupten, es gibt nur eines für diejenigen, die auf der Suche sind. Verfasst wurden sie vor vielen tausend Jahren und beinhalten Informationen aus der Vergangenheit (vorherige Leben), das gegenwärtige Leben, als auch Auskünfte über die wahrscheinliche Zukunft. Während meiner Lesung konnte ich kein solches Palmblatt sehen. Was vielleicht auch daran lag, dass ich etwas tiefer als der Brahmane saß, da dies aus Respekt immer so gehandhabt wird. Der Brahmane sitzt immer am Höchsten.

Ich konnte nur einige Blätter wie aus einem Buch sehen, doch hab ich mich auch nie getraut, da länger hin zu starren.. es wirkt schlichtweg sehr ehrwürdig. Zudem war ich sehr darauf konzentriert, möglichst viele Informationen zu verstehen und genauso gespannt, was da noch alles kommt.

Vor der Lesung wird einem ein traditionelles Tuch umgewickelt (ein Sarong) und die Zeremonie startet mit einem Mantra, mit welchem um die Öffnung des Palmblattes „erbeten“ wird, um dessen Informationen lesen zu dürfen. Jetzt wird’s etwas mehr Wuwu.

Die Lesung findet hauptsächlich auf energetischer Ebene statt. Was bedeutet das wiederum? Ich vergleiche es mit Channeling oder ähnlichen in Trance durchgeführten Methoden. Wie ich im Vorfeld auch schon öfter gehört habe, scheinen die Informationen auch teilweise (oder ganz) aus der Akasha-Chronik zu stammen.

Channeling ist eine – nennen wir es mal Methode – bei welcher auf der einen Seite die Intuition genutzt wird und oft auch Hellsinne. Je nach Mensch können sich diese Hellsinne anders darstellen. Während die einen Stimmen vernehmen, sehen andere Bilder vor ihrem inneren Augen und wiederum andere wissen die Antworten einfach. Der gesamte Prozess ist mit dem logischen Verstand schwer nachvollziehbar und es geht gerade beim Reading vor allem um Vertrauen.

Um Informationen zu erhalten, gehen die „Reader“ in einen Trancezustand und verbinden sich mit einer Quelle / Energie (womit sich beim Palmblattlesen verbunden wird, kann ich noch nicht sagen) . Unsere „Übersetzerin“ ist aufgewachsen im Umfeld von Brahmanen und lernte schon in ihrer Kindheit, worauf es bei solchen Lesungen ankommt und vor allem, wie die erhaltenden Informationen zu deuten sind.

Die Palmblattlesung beginnt

Wie ich zu Beginn der Lesung erfahren habe, stehen auf dem Palmblatt nur Symbole, welche dann interpretiert bzw. zu denen weitere Informationen erfragt (gechannelt) werden. Außerdem wurde im Vorfeld das Geburtsdatum und der vollständige Name erfragt. Diese wurden dann auf den in Bali genutzten Kalender und Zeitrechnung umgerechnet, um weitere Zuordnungen zu erhalten. Bei mir kam so z.B. raus, dass ich auch nach diesem Kalender an einem Dienstag geboren bin. Grundlegend keine sehr hilfreiche Information für mich, wohl aber wichtig für den weiteren Prozess gewesen 😉

Die Lesung an sich dauerte ca. eine Stunde und wurde mit einem Diktiergerät aufgenommen und die Aufnahme wurde wenige Tage später digital zur Verfügung gestellt. Somit kann die Lesung jederzeit erneut angehört werden.

Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es immer 4 Symbole auf einem Palmblatt. Nicht jede Person erhält zu den identischen Themen Auskünfte, wenn auch ein großer Teil immer thematisch identisch ist. Zu jedem Punkt dürfen Fragen gestellt werden und wenn ein für uns wichtiger Punkt in der Lesung nicht angesprochen wurde, so kann dies auch unabhängig davon erfragt werden.

Bei mir begann die Lesung damit, dass ich erfahren habe, dass mein direkter Gott Brahma ist (Hinduismus kennt ja viele Götter). Diese Zugehörigkeit sorgt dafür, dass ich sehr kreativ und innovativ bin. Das drückt sich darin aus, dass ich immer eine Lösung finde und eine schier unendliche Vielfalt an neuen Blickwinkeln auf Themen habe. Volltreffer…  das ist eine meiner größten Stärken… ich war also direkt begeistert und gebannt!

Es ging weiter… Schattenseite des Ganzen – ich habe viele Ideen, setze aber nur einen Bruchteil  davon wirklich um. Meist kommen mir schon neue Ideen, bevor ich etwas fertig habe, wodurch ich das Alte für schlecht bewerte… -> Stimmt wieder absolut!

Meine Lebensaufgabe – anders als ich sie erwartet habe…

Es folgten noch weitere, sehr passende Beschreibungen meiner Charaktereigenschaften und auch Herausforderungen, genauer gesagt Problemstellen in meinem Leben. Auch zum Thema Beruf war es echt spannend! Ausgestiegen ist mein Verstand als mir gesagt wurde, dass meine Lebensaufgabe für dieses Leben „in Balance kommen“ ist – und zwar die einzige Aufgabe, die ich mir gesetzt habe.

Körper – Geist – Seele in den Einklang bringen… na super, ich wollte sowas hören wie „rette die Welt, in dem du den Menschen beibringst, wie man super schnelle Papierflieger baut“. Etwas konkretes, etwas, dass ich erledigen und erreichen kann und dann bin ich damit happy bis an mein Lebensende.. In Balance kommen kann ich nicht messen.. da rebellierte mein logischer Verstand!

Enttäuschung machte sich breit in mir. Sylvia kam zuvor noch zu mir gelaufen (ihre Lesung war zuerst) und berichtete mir mit leuchtenden Augen von ihren doch ziemlich konkreten Informationen, Aufgaben und Aufträgen, die sie erhalten hat. Mein Weg scheint immer etwas verworren zu sein, erhalte ich so oft unkonkrete Informationen..

Doch zu meinen Inhalten und vor allen meinen Erkenntnissen und Konsequenzen aus der Lesung werde ich einen weiteren Artikel schreiben. In diesem werde ich dann auch konkreter auf die thematischen Inhalte der Lesung eingehen. Es ist definitiv eine spannende Reise, die ich gerne detaillierter teilen möchte. Es ist es ein Prozess, der gerade noch stattfindet – der Tag, an dem ich diesen Tag beschreibe, hat auch mal wieder neue Blickwinkel auf das Erfahrene gebracht.

Zeremonie nach der Palmblattlesung

Nach der Lesung fand noch eine Zeremonie statt, darin wurde für uns gebetet, wir haben ein Palmblatt mit Blüte vorne eingewickelt um den Kopf gebunden bekommen (da gibt es ein Wort für….) und ein Armband, welches uns Schutz geben soll. Das Bändchen trage ich noch heute, voller Stolz, Dankbarkeit und Freude…

Und einige Fotos als Andenken an diese Zeremonie.

Eine Erfahrung fürs Leben! Jeder Mensch darf selbst entscheiden, was er von dem Ganzen glaubt, ob er sich schon einlassen möchte auf übernatürliche Fähigkeiten und Verbundenheit oder noch nicht..

Ich kann nur jedem Menschen raten, der irgendwie zu einer Palmblattlesung geleitet wird, dies zu tun. Ich würde zwar nicht ausschließlich für diese in ein Land reisen, dann wäre wohl die Erwartungshaltung zu hoch.. Wie vielleicht bei mir… oder habe ich doch alles erhalten, was ich zu wissen brauchte?

Blick nach Vorne

Nach einer Woche kann ich sagen, die Lesung hat mein Leben bereits verändert…

In Balance zu kommen ist bei der aktuellen Weltsituation gar keine so schlechte Zielsetzung. Ich glaube, das dürfen wir alle tun und Veränderung steht für uns alle gerade an – vielleicht habe ich dazu einen Teil beizutragen.

Für mich persönlich ist es definitiv sehr spannend, dass ich genau zu dieser Zeit auf Bali bin und vor allem, dass mein Inneres mich mit sehr deutlichem Nachdruck hierher gebracht hat und zwar so schnell es nur möglich war! Obwohl es finanziell gerade alles andere als möglich war…

In diesem riesigen Chaos, dass wir alle gerade erleben, existieren auch unendlich schöne Möglichkeiten für die Zukunft… Diese Erfahrung wird uns und unser Leben nachhaltig verändern – wir entscheiden wie! Wir dürfen anfangen wieder auf unser Herz zu hören, in diesen Zeiten wo alles still steht, wird unser Verstand nicht so sehr gebraucht wie sonst, die Stimmen im Kopf dürfen ruhiger werden und unsere Hektik aus dem Alltag verfliegt – eine wundervolle Zeit, um wieder zu spüren..

Unser Herz als Navigationssystem

Zu spüren, ob das Leben, das wir gerade kollektiv leben, wirklich das ist, was wir uns wünschen. Ob wir wirklich dafür leben, um für andere Menschen zu arbeiten, damit diese viel Geld verdienen und wir nur unseren Lebensunterhalt zahlen können.

Also lass den Alkohol weg, um dich zu betäuben und fühl mal rein, was da in dir so vorgeht und spür auch mal rein, was dieses ganze Chaos so bedeutet. Ich stelle gerne immer die kritische Frage, wer profitiert von so einem Umstand? Es gibt IMMER Gewinner… gebt diesen diesmal keine Macht!

Nun ist der Artikel am Ende doch etwas abgeschweift und dennoch fühlt es sich richtig an. Ich werde dich weiter teilhaben lassen an dem, was in mir vorgeht und was diese Situation mit mir macht.

Ich meditiere seit einigen Tagen mit dem Mantra „OM“ – hätte ich früher für vollkommen bekloppt abgestempelt! Meine Erfahrung zeigt, wirksamer als alle anderen Formen der Meditation, die ich bisher ausprobiert habe..

In diese Sinne, ich wünsche dir eine wundervolle Erholung und viel Freude bei der Veränderung! Solltest du Fragen zur Palmblattlesung haben, ich freue mich diese zu beantworten.

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  1. Bali – Meine Palmblattlesung und ich - Aaron Zielke - Weltenöffner Blog - […] schon im ersten Artikel zur Palmblattlesung erwähnt, waren die Dinge, die ich hörte, nicht zwingend das, was ich mir…

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